wer Sushi so wie ich liebt, für den ist dieser Artikel ein absolutes Muss.
Der perfekte Begleiter zu Sushi würde der ein oder andere jetzt von mir erwarten, wäre ein schöner halbtrockener Gewürztraminer oder ein mit frischer Säure und angenehm süsser Riesling aber nicht heute. Heute gilt mein Focus einem Getränk welches eine jahrhundertelange Tradition und Geschichte mit sich bringt.
SAKE ein klarer oder weisslich-trüber Reiswein mit ca. 15-20% Vol. Alkohol.
Schon seit langer Zeit bin ich auf grosser Mission den Sake auch hier zu Landes in aller Munde zu bringen. Meist wir als erstes an den einfachen heissen Sake gedacht den man vielerorts in den billigen Asiarestaurant eingeschenkt bekommt. Ich spreche aber von den Sakes bei denen der Reisgeschmack erst so richtig zu schmecken ist wenn er kalt auf den Tisch kommt. Diese Sake sind von weicher, cremiger Textur manchmal mit Aromen nach Pfirsich oder Orangenblüten oder sogar trübe unfiltrierte Sake welche einem den Gaumen so schmeicheln das man gar nicht mit dem trinken aufhören möchte. Ein Getränk welches zunächst nur für den Kaiserhof bestimmt war, sich von dort aus auf die Klöster übertrug und der Bevölkerung eine beständige Einkommensquelle sicherte.
Um exzellenten Sake zu produzieren braucht es hervorragende Qualitäten der Grundzutaten Reis, Wasser und Hefe, diese bestimmen dann die Endqualität. Vor allem der Härtegrad und der Mineralstoffanteil des Wassers ist neben der Reisqualität ausschlaggebend für den Geschmack des Sake. Zentren der hochwertigen Sake-Produktion liegen daher häufig an Orten, die über hochwertigen Reis und Quellwasser oder Seen verfügen. Dazu zählen seit der Edo-Zeit unter anderen Toyama, Suwa am Suwa-See und Ikeda.
Bei preiswerten Sake-Sorten wird vor der Abfüllung hochprozentiger Alkohol zugegeben, um den Alkoholgehalt zu steigern. Nicht damit zu verwechseln ist die Zugabe einer geringen Menge Alkohol während des Gärprozesses. Diese dient dazu den Sakegeschmack abzurunden und wird auch bei hochwertigen Sorten angewendet.
Es gibt verschiedenste Arten von Sake:
Futsu-shu bezeichnet eine Standard-Qualität, die etwa 80 % des hergestellten Sake ausmacht.
Junmai-shu und Honjozo-shu (mit Zugabe von Alkohol) ist eine gute Qualität, bei der die Reiskörner beim Polieren 30 % ihres Volumens verlieren.
Junmai Ginjo-shu und Ginjo-shu (mit Zugabe von Alkohol) ist eine sehr gute Qualität, bei der die Reiskörner beim Polieren 40 % ihres Volumens verlieren.
Junmai Daiginjo-shu und Daiginjo-shu (mit Zugabe von Alkohol) ist eine sehr gute Qualität, bei der die Reiskörner beim Polieren 50 % ihres Volumens verlieren.
Viele denken das Sake nicht kalt sondern heiss getrunken werden muss, tatsächlich ist das aber nicht unbedingt ein Qualitätsfrage sondern eine reine Geschmackssache.
Heißer Sake wird vor allem in der kalten Jahreszeit bevorzugt. Man nennt dies bildhaft „einen heißen Stein auf den Bauch legen“, er wird bis zu einer Temperatur von höchstens 55 °C erhitzt. Hochwertiger Sake wird fast ausschließlich kalt bei etwa 7 °C serviert, also wie man es gern hat so ist es richtig. Auf gute Qualität zu achten ist natürlich auch hier kein Nachteil.
Die Qualität von Sake verbessert sich nicht durch Lagerung. Eine geöffnete Flasche sollte ca. innert 3-5 Tagen getrunken werden. Er harmoniert gut zu salzigem Essen oder eignet sich auch zum kochen. Hol Dir Ideen – von shizuku-a drop of Japan
Auch bei uns nimmt der Geschmack seinen Lauf und immer mehr Geniesser finden Gefallen an diesem traditionellen Getränk. Hochwertigen Tropfen aus dem Land der aufgehenden Sonne findet Ihr bei der Weinkeller Riegger AG.
Einen Blick ist auch die Webpage des deutsche Sake Kontor in Berlin wert, diese bietet eine interessante Auswahl an Premium Sake an.
Kanpai!!!
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